Deutsche in Aserbaidschan

Vor mehr als 700 Jahren zog Marco Polo nach Osten und nach ihm kamen unzählige Händler und Kaufleute. Sie hatten bald feste Routen; ständig kamen und gingen sie. Unter denen, die blieben, waren immer Prediger, Wanderarbeiter oder solche, die ihre Heimat für immer verließen. Gründe dafür gab es so viele, wie es Menschen gab. Doch eins kehrte immer wieder: Not und Elend!

In der Zeit Napoleons, also zu Beginn des 19. Jahrhunderts litten viele Menschen in den von ihm eroberten Ländern unter seiner Herrschaft. Napoleon behandelte in vielen besiegten Ländern fast wie Sklaven, er beschlagnahmte Rohstoffe, Pferde, Vermögen, Quartier und Geld. Von allen europäischen Ländern blutete Deutschland am heftigsten aus. Die ständige Verletzung der nationalen Würde führte nur relativ langsam zur Intensivierung des nationalen Befreiungskampfes, sie bedingte auch passive Widerstandsformen, zu denen auch die Emigration zählt. Viele ruinierte, verarmte und (damals unbeachtet, aber faktisch) psychisch verletzte Menschen wie Bauern und Handwerker, die sich und ihre Familien nicht mehr in der Heimat richtig unterhalten und versorgen konnten, verließen Deutschland.

Mit wenigen Habseligkeiten verließen sie Deutschland, ohne richtig zu wissen, wohin, ohne die entsprechenden Kenntnisse der fremden Sprache und in jedem Falle ohne materielle Sicherheit. Die Möglichkeit, in Amerika sein Auskommen, ein Zuhause und sogar etwas Wohlstand finden zu können, hatte sich bald in Europa herumgesprochen. Viele deutsche Flüchtlinge fanden in Amerika eine neue Heimat. Zwar wäre auch die ehemalige britische Häftlingskolonie Australien ein verlockendes Auswanderungsziel, aber nur wenige Deutsche wagten den gefährlichen weiten Weg über die Ozeane. Russland war nah und fast so etwas wie ein vertrauter Bekannter und es zeigte sich auch bereit, die Auswanderer aufzunehmen und bei der Eingliederung zu helfen. So erhielten die Deutschen Ländereien (allerdings nicht stets gute Böden), sie brauchten nicht in der Armee zu dienen, sie wurden auf Jahre von der Steuerpflicht befreit und hatten die freie Handwerksausübung. So gelang es den Meisten, innerhalb kurzer Zeit eine neue Existenz aufzubauen.

Dieser Exodus erfolgte besonders in den Jahren 1816-1818. Allein nach Russland wanderten 1400 Familien mit 5000 Kindern aus. Die Strapazen der langen Reise waren begleitet von Krankheiten, die sich teilweise zu verheerenden Epidemien entwickelten. Schon auf dem Weg zur russischen Grenze verloren die Umsiedler 1200 Menschen. Ganze Familien gingen zugrunde. So erreichte beispielsweise nur die Hälfte derer, die in Deutschland aufgebrochen waren, Odessa. Sie gründeten Siedlungen in Taurien, Cherson und Bessarabien.

Die Mehrheit der Exilanten jedoch wollte in das sogenannte “gelobte Land”, sie wollten nach Kaukasien. Der Weg nach Tiflis führte über Cherson, Taganrog, Rostow, Georgijewsk, Stawropol und Mosdok. Für den Weg von Odessa bis in den Kaukasus benötigten die deutschen Auswanderer 2 Monate und gegen Ende des Jahres 1818 erreichten 418 Familien die Grenzen Transkaukasiens. Die hier ansässige Bevölkerung war beeindruckt von der Arbeitsamkeit der neuen Bewohner und ließ sich nach einiger Zeit des Kennenlernens gerne neue Methoden u.a. des Getreideanbaus und der Ernte sowie des Weinanbaues und der Weinerzeugung zeigen.

Die erste, aus 40 Familien bestehende Kolonne erreichte Tiflis und ließ sich in Stadtnähe nieder. Drei Kolonnen, angeführt von Gottlieb Koch, Jakob Kraus und Johannes Wuchere, zogen weiter nach Aserbaidschan und dort stellte man ihnen Land zur Verfügung in der Region Jelisawetpol, d.h. ganz in der Nähe von Gandsha. 1819 gründeten die Deutschen Helenendorf (heute: Hanlar); es war die erste deutsche Kolonisation in Aserbaidschan. Fast zeitgleich entstand 40 Kilometer von Helenendorf entfernt Annenfeld (heute: Schamkir), als die zweite deutsche Kolonisation. Die Bevölkerung der Kolonisationen wuchs von Jahr zu Jahr. Hatten sich 1819 ca. 500 deutsche Familien im Gouvernement Jelisawetpol niedergelassen, so ergab die im Jahre 1897 durchgeführte Volkszählung, dass bspw. in Baku 3.430 und in Jelisawetpol 3.194 deutsche Bürger lebten. Die Deutschen hatten mit den größten Bevölkerungszuwachs. Sie hatten gewöhnlich fünf bis zehn Kinder. Im Jahr 1888 entstand in Georgsfeld (heute: Tschinarly im Gebiet Schamkir) eine weitere deutsche Siedlung.

Mit den Jahren wuchsen die deutschen Gemeinden in Aserbaidschan. Von Helenendorf, quasi ihrer Hauptsiedlung, entstanden immer neue Kolonisatioen. 1902 gründete Helenendorf die neue Siedlung Alexejewka (heute: Gasansu); 1906 erwarben deutsche Ankömmlinge aus Georgien im Gebiet von Akstafa Ländereien für die Kolonisation Grünfeld (heute: Wurguna) und im Gebiet Schamkir Grundstücke für die Siedlung Eigenfeld (heute: Irimaschly); 1912 wurde Traubenfeld (heute: Akstafa) gegründet. 1914 gab es auf dem Gebiet Aserbaidschans bereits 8 deutscheSiedlungen bzw. Kolonisationen, in denen 6.000 Menschen lebten.

Die deutschen Umsiedler bzw. Einwanderer bewahrten ihre heimatliche Lebensweise. Es entstanden Häuser und Straßen europäischen Typs. Für die einheimische Bevölkerung war derartiges ungewohnt und man staunt über die sauberen Städtchen mit ihren breiten Straßen und den mit Ziegeln gedeckten Häusern ebenso wie über die Obstbäume, die an den Straßenrändern gepflanzt wurden.

Kaum 20 Jahre nach der Gründung von Helenendorf gab es bereits sehr erfolgreiche Handwerksbetriebe wie bspw. 8 Schuhmacher, 4 Schneider, 8 Schmiede, 4 Tischlereien. Ein besonderer Platz kommt den Wagnereien zu, deren Ruhm sich schnell im ganzen Kaukasus verbreitete. Diese Wagnereien bauten typische deutsche Fuhrwerke, die für viele Aufgaben im täglichen Tausch und im täglichen Leben eingesetzt werden konnten. Eine schnell steigende Nachfrage führte zu einer schnellen Ausdehnung der Produktion dieser stabilen Fuhrwerke, mit denen nicht nur die deutschen Siedlungen versorgt wurden, sondern auch andere Regionen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert gab es in Helenendorf mehr als 40 Wagnereien! Diese Entwicklung ist allerdings nicht sehr erstaunlich, da dieses Fuhrwerk damals das einzige Fortbewegungsmittel neben den Reittieren war.

Die Kolonisten wahrten aber nicht nur ihre Bräuche und Eigenarten, sie interessierten sich zugleich sehr für alle Lebensweisen und Gebräuche in ihrer neuen Heimat wie beispielsweise die Methode der Feldbewässerung sowie die Anbauformen und Arten einheimischer landwirtschaftlicher Kulturen. Verbreitet waren Kornkulturen vor allem Weizen, Gerste und auch Reis sowie der Anbau von Obst, Wein und Gemüse. Der Weinanbau, der besonders in den Bereichen von Baku, Jelisawetpol und Kasach erfolgte, spielte auch im Wirtschaftsleben der Helenendorfer eine wichtige Rolle. Die Kolonisten begannen mit dem Anbau ortsüblicher Traubensorten an den Abhängen der tiefen Schluchten des Flusses Gandshinka. Der gute Boden, eine reichliche Bewässerung, Sorgfalt und Fleiß der Deutschen ließen jedes Jahr die Anbauflächen wachsen und die Einnahmen der Siedler steigen.
 
Die moslemische Bevölkerung war naturgemäß nicht an der Ausweitung des Weinbaus interessiert, da dessen Hauptprodukte, Wein und Cognac, keinen Platz in ihrem Leben hatten. Im Wirtschaftsleben des gesamten Landes war der Weinbau aus diesem Grunde eher von untergeordneter Bedeutung, er war aber sehr bedeutsam in Jelisawetpol, Helenendorf und Annenfeld. Die Jelisawetpoler Tauben sind bekannt unter dem Namen “Tauris” und gelten als ausgezeichnetes Dessert und wurden rege gehandelt. Sie wurden nicht nur nach Baku und Tiflis verkauft, sondern gelangten seit 1892 auch nach St. Petersburg, Moskau, Charkow und in andere Städte des Russischen Reiches.
 
Die Seidenzucht spielte ebenso im Gebiet Jelisawetpol eine besondere Rolle. Dabei war Aserbaidschan traditionell auf die Herstellung von Rohseide spezialisiert und bediente die große Nachfrage auf dem russischen Markt. Die Kolonialisten erkannten das große Marktpotential, pflanzten allein in Helenendorf in einem Jahr mehr als 70.000 Maulbeerbäume und begannen ebenfalls mit der Produktion von Rohseide und dem Export.
Die Deutschen bauten aber auch noch Tabak an und pflanzten Olivenbäume, ihre Lieblingsbeschäftigung aber war der Weinanbau. In ihm sahen sie die Hauptquelle für ihren künftigen Wohlstand. Arbeit und schier endloser Fleiß in Verbindung mit einem sorgsamen, nachhaltigen, fast schon liebevolle Umgang mit dem Ackerland brachte ihnen Dank und Anerkennung.
Aber es ging nicht stets gut, es herrschte nicht ständig Wohlstand. Naturgewalten vernichteten immer wieder die Ernten, so machten beispielsweise 1845 und 1852 Hagelschläge die Aussaat zunichte, 1847 und 1879 fielen Heuschreckenschwärme über die Felder her.

Die Viehzucht, einer der wichtigsten Zweige in der landwirtschaftlichen Tätigkeit der deutschen Kolonisten, deckte vor allem die Bedürfnisse der Gemeinde selbst. Es gab, für damalige Verhältnisse, riesige Weideflächen in Helenendorf, auf denen 232 Pferde, 230 Stiere, 1173 Rinder und 126 Ziegen standen.

Im Unterschied zu den Einheimischen, beschäftigten sich die Deutschen auch mit der Schweinezucht. Zur damaligen Zeit hielten sie 151 Stück. Wie kam es dazu in einem islamischen Land? Bei der Nutzbarmachung des ihnen zugewiesenen Steppenlandes waren die ersten Siedler auf eine große Zahl von Schlangen gestoßen. Zur Bekämpfung der „unangenehmen“ Tiere setzten die Deutschen Schweine ein, da Schweine sehr aggressiv auf Schlangen reagieren. In ungezügelter Wildheit zerstampfen sie die Schlangen, wobei die dicke Fettschicht ihrer Haut sie vor giftigen Bissen schützt.
 
Die deutschen Siedler lebten in guter Nachbarschaft mit der einheimischen aserbaidschanischen Bevölkerung zusammen. Es gab so gut wie keine ernsthaften Konflikte zwischen den Menschen. Alt ist die Weisheit des Menschen, dass ein wahrer Freund sich erst in der Not zeigt. Es gibt und gab keine größere Not als den Krieg. Im Krieg Iran gegen Russland wurde auch Aserbaidschan in Mitleidenschaft gezogen. Abgebrannt und zertrümmert blieb auf dem Kriegszug des Irans Helenendorf zurück. Die Bewohner von Gandsha nahmen die geflüchteten Deutschen bei sich auf. Die Deutschen überlebten so diese schweren Tage in aserbaidschanischen Häusern. Als die russische Armee die Iraner zum Rückzug zwang, kehrten die Helenendorfer in ihre „Brandstätte“ zurück. Der Krieg hatte die Früchte von sieben Jahren Arbeit vernichtet. Aber die Siedler bauten, wenn auch unter großen Anstrengungen ihre neue Heimat wieder auf.

Der Krieg ist die wahnsinnigste Erfindung und Aktivität der Menschheit. Seine Schrecken erhöhen sich um ein Vielfaches, wenn er nicht nur Tote und Zerstümmelte unter den Soldaten auf dem Schlachtfeld läßt, sondern auch und vermehrt unter der Zivilbevölkerung. So entschied die russische Regierung 1915, den gesamten Landbesitz der russischen Staatsbürger deutscher Herkunft zu liquidieren und die Deutschen nach Sibirien und Mittelasien zwangsweise abzutransportieren.
Alles war beschlossen. Der zaristische Beamtenapparat hatte die Besitzungen der deutschstämmigen Siedler in drei Gruppen eingeteilt und diese auf 60, 40 und 20 Goldrubel geschätzt. Es war klar, dass selbst der geringste Besitz einen vielfach höheren Wert hatte. So kam es dazu, dass dieser Erlass zehntausende deutscher Existenzen im Kaukasus und Südrussland, aber auch in Polen und in Wolhynien mit einem Schlag vernichtete. Für viele ins Land eingeladene und fleißige deutsche Siedler wurden die sibirischen Schneefelder und die Wüsten Turkmenistans zur letzten Ruhestätte auf dieser Erde.

Sehr bald erfuhren auch die Einwohner von Gandsha davon, ganz nach dem aserbaidschanischen Sprichwort, dass sich eine böse Nachricht besonders schnell verbreitet. Diese böse Nachricht erschütterte die Stadt. Aserbaidschanischer Brauch erlaubt es nicht, seinen Nachbarn in Not zu belassen. Das Unglück, das über die deutschen Nachbarn hereinzubrechen drohte, versammelte die angesehenen Bürger der Stadt. Sie beschlossen, Alekper Bek Rafibejli zum Gouverneur zu entsenden. Er war einer der angesehensten Männer und bekannt für seine Weisheit sowie Bildung. Er hatte das Recht, im Namen der ganzen Bevölkerung mit dem Gouverneur zu verhandeln. Er begann das Gespräch mit Worten der Achtung und Dankbarkeit für die Friedfertigkeit und Gerechtigkeit des Gouverneurs. Erst dann offenbarte er den eigentlichen Grund seines Besuchs : “… Unser Volk bedrückt dieser Erlass. In welcher Weise sind die Deutschen betroffen, die im Kaukasus leben? Welcher Sünden sind sie schuldig? …” Er sprach die Befürchtung aus, dass eine ungerechte Behandlung der Deutschen sich auch auf die Aserbaidschaner auswirken könnte. Wenn die Zarenregierung eine solche Entscheidung fällt, würde sie auch die Aserbaidschaner zertreten, und er als Gouverneur trage dafür die Verantwortung. Der Besuch beim Gouverneur zeigte Wirkung. Der Erlass des Zaren fand keine Anwendung auf die Deutschen in Aserbaidschan.

Diese Ereignisse führten auch zu grundlegenden Veränderungen in Aserbaidschan. Am 28. Mai 1918 wurde die erste demokratische Republik im islamischen Orient verkündet. Sie existierte allerdings nur 23 Monate. Trotz dieser kurzen Zeit gelang es dem aserbaidschanischen Volk und seiner Staatsführung, wichtige Fragen des Staatsaufbaus zu lösen. Dazu gehörte ohne Zweifel die demokratische Staatsführung. Bei der Bildung des Parlaments wurde die multinationale Zusammensetzung der Republik berücksichtigt. Auch die deutsche Bevölkerung erhielt ein Mandat und die Wahl fiel auf einen der angesehensten Kolonisten in Helenendorf, Robert Jakowlewitsch Kuhn. Er wurde Mitglied der parlamentarischen Agrarkommission und nahm aktiv an den gesetzgeberischen Tätigkeiten des Staates teil.

Deutsche Bürger stiegen in Aserbaidschan in hohe Regierungsämter auf. Beispielsweise war der berühmte Deutsche Ingenieur Nikolai Augustowitsch von der Nonne in den Jahren 1898-1902 Stadtoberhaupt von Baku. Um ihn waren talentierte Ingenieure und Architekten versammelt. Von der Nonne spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des architektonischen zukünftigen Stadtbildes. In den Jahren 1883-1885 erbaute er ein Schloss, welches noch heute als Aserbaidschanisches Kunst- und Kulturmuseum genutzt wird. Am 4. März 1897 entschied die Duma, dass von der Nonne einen Plan für die architektonische Zukunft von Baku bzw. in heutiger Terminologie: einen Stadtentwicklungsplan vorlegen sollte. Entwürfe, Planvorlagen und Projekte waren so überzeugend, dass von der Nonne den Auftrag zur Realisierung erhielt.

Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Deutsche nach Baku. Am 22. Oktober 1917 führte man eine Volkszählung durch. Bereits im Jahr 1921 erhöhte sich die Zahl der deutschen Bevölkerung in Baku um 3000 Personen. 1925 waren es 4370 Personen oder 2,7 % Bevölkerungsanteil. Dabei lebten im gesamten Land zu dieser Zeit rd. 25.000 Deutsche. Im Jahr 1934 erhielten 80 Prozent der Schüler in den Schulen und Universitäten Deutschunterricht.

Dann kam das Jahr 1941. Stalin befahl, dass alle Deutschen innerhalb von drei Tagen das Land zu verlassen hatten. Eine Flucht nach Kasachstan war unausweichlich. Hab und Gut mussten zurückgelassen werden. Die Flüchtlinge hinterließen ihre Häuser und Wohnungen so sauber, dass man glaubte, die Deutschen seien nur vorübergehend abwesend. Mit Stolz, ruhig und gelassen, an der Hand die Kinder, ein kurzer Blick zurück, Abschied, Tränen in den Augen – so haben sie ihr Schicksal angenommen. Das aserbaidschanische Volk litt mit ihnen, denn es waren Familien auch mit Aserbaidschanern entstanden mit gemeinsamen Kindern in einem friedvollen Leben. Aber es half alles nichts.
Die Anweisung Stalins hatte Gültigkeit. Sein Befehl war Gesetz !

Aber es gab neben den Siedlern auch andere deutsche „Anfänger“ und frühe “Wirtschaftslenker”. Da waren auf der einen Seite Handwerk und Vertreter des Mittelstands, also Abgesandte der typisch deutschen Wirtschaft. Auf der anderen Seite waren (wie zu allen Zeiten) jene mit besonderen persönlichen Beziehungen. Man stelle sich die Anfänge des industriellen Booms vor: Aus Forschern wurden Industrielle und langsam öffneten sich die Grenzen. Rohstoffe waren für das relativ arme Deutschland lebenswichtig und der Bedarf an Bodenschätzen war sehr groß. Öl, Gas und Kohle sowie ebenso Eisen und Kupfer waren die großen „Renner“ an der Börse. Diese Rohstoffe dienten häufig der Produktion von Waffen und um diese Rohstoffe führte man mit diesen Waffen Krieg. Dieses scheint sich bis heute leider noch nicht wesentlich verändert zu haben.

Nourida Ateshi

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